Lektion 16: Informationen mal anders aufbereitet – Infografiken


Der Werkzeugkoffer Internet hat auch zum Thema Informationsaufbereitung einiges zu bieten. Wo die Menge an Informationen rasant steigt, kann die Aufbereitung eine Herausforderung sein. In Zeiten vieler konkurrierender Inhalte und damit einhergehende niedrigere Aufmerksamkeitsspannen verbreitete sich eine Form der Darstellung, die schnell und einfach konsumierbar ist: Infografiken.

Infografik
What makes a good infographic? by Daniel Zeeni
CC: by-nd 2.0

Weg von schlichten Tabellen und Tortendiagram mit langen Erklärungstexten, geht es hin zu bunten Bildern mit knackigen Aussagen und witzigen Visualisierungen. Der Sachverhalt soll damit auf einem Blick erfasst und im Gedächtnis verankert werden.

Das gab’s zwar schon früher, wie Dörte Böhner in ihren Blogposts „Erstaunliche Infografiken aus „alter“ Zeit„, II, III mit schönen Beispielen zeigt, heute funktioniert es aber doch etwas einfacher. Wo man früher vielleicht einen Designer brauchte, teure Tools und viel Zeit kann man heutzutage in ein „paar Klicks“ eine solche Grafik zusammenstellen. Dank Diensten wie easel.ly, infogr.am oder Piktochart.

Maria-Christina Nimmerfroh vom #PB21-Blog stellt im etwa 19-minütigen Video Screencast Infografik die Arbeit mit Piktochart vor (veröffentlicht unter CC: by 3.0). In den zugehörigen Blogbeiträgen „Infografiken selbst machen und machen lassen – Teil 1“ und „Infografiken selbst machen und machen lassen – Teil 2“ werden auch die beiden anderen Online-Werkzeuge kurz vorgestellt.

Wie kommt das jetzt mit Bibliotheken in einen Zusammenhang? Ein paar Duzend Beispiele wurden in dieser Pinterest-Sammlung zusammengestellt. In den meisten Fällen dienen die Visualisierungen eher Marketing-Zwecken – von Fun-Facts, Ergebnissen von Umfragen, bis zur Auflistung von Gründen, weswegen Bibliotheken unterstützt werden sollten. Selbstverständlich können Sie auch zur unterhaltsamen Wissensvermittlung verwendet werden. Und, der Weg von der Infografik zum Poster – sollte mal eine Poster Session anstehen – ist doch auch nicht so weit ;).

Informationen so aufbereiten, dass sie sich eher im Gedächtnis verankern, das gilt natürlich nicht nur für die statische Informationsaufbereitung. Der zweite Teil dieser Lektion ist besonders für jene interessant, die häufiger Vorträge halten müssen. In Lektion 14 haben wir Ihnen Slideshare vorgestellt, jetzt geht es um ein Werkzeug mit dem Sie beeindruckende Präsentationen erstellen können.

Dynamisch Präsentieren mit Prezi

Prezi zeichnet sich dadurch aus, dass es dort keine einzeln aneinandergereihten Folien mehr gibt. Am einfachsten, Sie sehen es sich selbst an. Dafür eignet sich z.B. Melanie Schwarzers Prezi „Wie funktioniert Prezi?„. Einfach mit Hilfe der Pfeiltasten am unteren Rand der Prezi durch die Folien navigieren. Oder Sie nutzen die Autoplay-Funktion. Sie befindet sich rechts unterhalb der „Folie“ neben dem Vollbild-Icon.

Eine kurze Anleitung des Herstellers:

Da die Prezis im Netz liegen, kann von überall darauf zugegriffen werden. Aber keine Angst, die eigene Präsentation kann für eine Offline-Verwendung gespeichert werden. Die portable, d.h. ohne Installation laufende, Präsentation gibt’s für Windows und Mac. Da es sich um eine Flash-Applikation handelt, sind sie eher nicht für ein iPad geeignet.

In der Editor-Ansicht der Präsentation, kann unter Share eine PDF-Version der Prezi heruntergeladen werden.

18Dinge_Prezi

Der Dienst kann, wie bei allen heute hier erwähnten Werkzeugen, nur nach Registrierung verwendet werden. Neben dem kostenlosen Account, bei dem Prezis nur öffentlich gespeichert werden können, gibt es noch Enjoy und Pro Lizenzen. Für Bildungseinrichtungen, Studenten und Lehrer gibt es weitere kostenfreie oder vergünstige Angebote. Mit diesen können die Präsentationen dann auch privat gespeichert werden.

Ebenfalls nützlich ist die Möglichkeit, anderen Menschen, die irgendwo auf der Welt sitzen, die Prezi vorzuführen. Mit dem Link, welcher durch „Present remotely“ erzeugt wird, können Vortragender und Zuschauer die Präsentation simultan verfolgen. Dem Votrag können so bis zu 30 Personen folgen.

Entdeckungsaufgaben

1. Stöbern Sie ein wenig in den bei Bibliothekarisch mit Infografik getaggten Artikeln und schauen Sie, wofür Infografiken so verwendet werden.
2. Fallen Ihnen Einsatzmöglichkeiten für dieses Werkzeug ein? Sehen Sie Probleme bei dieser Art der Informationsaufbereitung?

3. Auch bei Prezi spielt das Teilen von Inhalten eine große Rolle. Suchen Sie nach Prezis zu bibliothekarischen Themen und sehen Sie sich an, worüber Ihre Kollegen so berichten und wie Sie das Werkzeug nutzen.

4. (Optional) Wenn Sie Zeit und Lust haben: Probieren Sie es selbst aus. Erstellen Sie einen Prezi-Account und experimentieren Sie.

Noch mehr zum Thema? (optional)

Sollten Sie jetzt noch ein bisschen Lust & Zeit haben, mehr zum Thema Infografiken oder Prezi zu lesen/lernen, hier noch ein paar weiterführende Quellen:

• BasicThinking „Wie macht man eigentlich diese schnieken Infografiken? So!
• Inspiration für Infografiken? z.B. auf Pinterest oder bei Flickr
• Zeit Online: „Futter für das Augentier
Ausführliche Beschreibung zu Prezi & Einsatzmöglichkeiten PB21
Und wenn Information Overflow, dann doch wenigstens schön – oder etwa nicht ;).

(Dieser Beitrag ist ein Remix aus Lektion 16 des Kurses Netz Erfahren.)

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Eine Antwort zu Lektion 16: Informationen mal anders aufbereitet – Infografiken

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