Lektion 15: Bewegte Bilder für(s) Bibliothekswesen


Während der letzten Lektionen haben wir öfter Videos genutzt, um Ihnen einen Dienst und dessen Funktionsweisen vorzustellen. Das ist meist einfacher und anschaulicher, als einen langen Text zu verfassen. Heute werden wird uns genauer mit diesen Plattformen und bewegten Bildern im Internet beschäftigen.

In den letzten Jahren ist die Anzahl an Video-Plattformen regelrecht explodiert. Die meisten dieser Angebote ermöglichen es den Benutzern, Videos hochzuladen und im Web miteinander zu teilen.

Lektion_15_VideoportaleMehr Statistiken finden Sie bei Statista

Als Einstimmung ein Video auf YouTube: Der mittelalterliche Auskunftsplatz, inkl. eines ganz neuen Mediums 😉 : http://www.youtube.com/watch?v=brAlzKHYFnA

Unter den gesamten Web 2.0-Anbietern auf diesem Gebiet ist YouTube (2006 von Google gekauft) nach wie vor der Spitzenreiter mit mehr als einer Milliarde Video-Aufrufen  pro Tag und dem Upload von um die 100 Stunden Videomaterial pro Minute (!). Diese Menge und die um die Videos herum entstehenden Communities, aber auch die einfache Art und Weise die Videos in z.B. eigene Blogbeiträge einzubetten haben zu diesem Erfolg sicherlich beigetragen. Neben den Video-Plattformen, auf denen Nutzer eigene Inhalte hochladen können, gibt es aber auch Mediatheken diverser Fernsehsender. Zum Beispiel die Mediathek des ZDF oder von Arte. Dort können jederezeit verpasste Ausstrahlungen oder spezielle Sendungen bzw. Serien geschaut werden.

Auf YouTube werden Sie Videos zu nahezu allen Themen finden, von Fernseh-Werbefilmen der 70er Jahre und Musikvideos aus den 60ern bis zu Kuriositäten von Selbstdarstellern. Mitschnitte von Vorlesungen. Unzählige Anleitungen werden ebenfalls hochgeladen. Das reicht von Excel-Tutorials, über Make-Up-Tipps, Anleitungen zum Stricken bis hin zum Heimwerken.

Auch Bibliotheken und BibliothekarInnen sind hier aktiv, erreicht man doch mit YouTube eine wesentlich größere Öffentlichkeit, als wenn man die Filme nur auf die Bibliothekswebsite stellen würde.

Videos, die Ideen von Memes aufgreifen, können genutzt werden um ein vielleicht etwas angestaubtes Bild von Bibliotheken zurechtzurücken. Memes sind im Internet gehypte und immer wieder zitierte und nachgeahmte Ideen, die sich quasi wie Viren verbreiten. Daher stammt auch der Begriff des viralen Videos. Ein Beispiel hierfür ist z.B. der im letzten Jahr populäre Harlem Shake, im Jahr davor war es übrigens der Gangnam Style.

Es gibt z.B. auch für die Onleihe einen Werbefilm. Aber auch der DVB erstellt Videos, um das Image der Bibliotheken zu verbessern. Wie Sie an den Kommentaren zu dem Video sehen, wurde dieser in der Bibliothekswelt kontrovers diskutiert.

Entdeckungsressourcen:

Da es wahrscheinlich nichts gibt, wozu es kein Video gibt, beschränken wir uns hier mal auf den bibliothekarischen Bereich.

  • Die Stadtbibliothek Greven hat einen eigenen YouTube-Channel und stellt dort auch Videos ein, die im Rahmen des Projektes „Kannst du was? – Dann erklär’s!“ entstanden sind ein. Nutzer erklären, warum Biene Maja keine Biene ist oder wie man einem Hund die Zähne putzt. Die Videos aus dieser Reihe werden übrigens auch im Katalog aufgenommen.

Lektion 15_OPAC_Greven

  • Falls Sie sich noch näher über das Phänomen Memes informieren möchten, empfehlen wir den Beitrag des ZDF „Meme machen Politik“.

Entdeckungsaufgaben:

1. Recherchieren Sie selbst ein wenig in YouTube oder der Alternative Vimeo und schauen Sie sich an, was die Seiten anzubieten haben.
2. Finden Sie ein Video, welches Sie gerne in Ihrem Blog vorstellen möchten. Erstellen Sie einen Blogbeitrag über Ihre Erfahrungen.
3. Was hat Ihnen an dieser Seite gefallen bzw. missfallen und warum haben Sie gerade dieses Video ausgewählt?
4. Können Sie sich vorstellen in der bibliothekarischen Auskunft Ihre Nutzer auch auf Videos hinzuweisen? Oder diese, wie die Stadtbibliothek Greven, in den OPAC einzubinden?
5. Inspiriert Sie das Gesehene zu neuen Marketingideen für Ihre Institution?

Das Kontroverse

Es müssen natürlich auch bei Videos auf die Urheberrechte geachtet werden. Da nicht immer der Urheber die Videos auf Video-Plattformen online stellt, kann das einbinden von Videos problematisch sein.  Aktuell wird darüber gestritten, in welcher Form es erlaubt ist, Inhalte einzubetten. Zum Thema ein Beitrag auf Netzpolitik.org, oder soll es lieber ein Video sein, in dem die Problematik erklärt wird. Und wie immer, wenn es um dieses Thema geht, der Hinweis auf das Portal iRights.info.

Und weil es gerade so aktuell ist: Micro-Videos

Smartphones verbreiten sich, die Menschen wollen über ihre Netzwerke „mal eben schnell“ etwas mitteilen. Nicht nur Texte (Twitter, Facebook Statusnachrichten) oder Bilder (Facebook, Flickr), sondern eben auch bewegte Bilder. Aktuell verzeichnen die Plattformen Vine (2012 von Twitter gekauft) und Instagram (2012 von Facebook gekauft) großen Zuwachs und rege Aktivität der Nutzer. Mit Vine erstellte Videos können maximal 6 Sekunden lang  sein. Bei Instagram dürfen die Videos 3 bis 15 Sekunden lang sein.

  • In diesem Blogbeitrag gibt es 15 Ideen zum bibliothekarischen Einsatz von Vine.
  • Die Teenominierungen haben wir weiter oben ja bereits angesprochen. Der Beitrag der Büchereizentrale wurde als Vine erstellt.
  • Wie kreativ und witzig Kurzvideos mit Vine sein können zeigt Zach King.

(Dieser Beitrag ist ein Remix aus Lektion 15 des Kurses Netz Erfahren.)

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Eine Antwort zu Lektion 15: Bewegte Bilder für(s) Bibliothekswesen

  1. Pingback: „Bewegte Bilder“ als Nr. 15 bei „18 Dinge für Bibliotheken in Bewegung“ | Nachrichten für öffentliche Bibliotheken in NRW

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