Lektion 13: QR-Codes – Einsatz in Bibliotheken


QR CodeIn der heutigen Lektion widmen wir uns den Quick Response Codes, Sie werden Sie wahrscheinlich eher unter ihrem Kurznamen QR-Codes kennen. Die meistens schwarz-weißen-Pixelbilder haben Sie bestimmt schon häufig gesehen, verwenden Sie vielleicht sogar selbst. Haben Sie schon selbst welche erstellt? Wussten Sie, dass man nicht nur URLs sondern auch Texte, Visitenkarteninhalte oder Telefonnummern in diesen Bildern codieren kann? Mittlerweile können QR-Codes auch farbig und in ungewöhnlichen Designs erstellt werden.

Was ist ein QR-Code?

Beim QR-Code handelt es sich um eine 2-dimensionale Darstellung eines beliebigen Textes in binärer Darstellung, d.h. nur mit Einsen und Nullen. An bestimmten Stellen der Pixelmatrix sind Metainformationen codiert, die Informationen darüber enthalten um welche Version und welche Art von Code es sich handelt.

1024px-QR_Code_Struktur_Beispiel.svg

QR-Code-Struktur, Bild lizensiert unter CC3.0: by-sa
Original: Richard Wheeler (Zephyris)
Deutsche Fassung: Thomas Kurpjuweit. Tom Knox at de.wikipedia

Durch die eingebaute Fehlerkorrektur und die binäre Darstellung ist der Code sehr gut maschinenlesbar. Und damit ein einfaches Mittel, Dinge aus der realen Welt mit der Online-Welt zu verknüpfen. Sie können damit ganz einfach Internetadressen, GEO-Daten, Visitenkarteninformationen auf Ihr Smartphone übertragen. Dies kann sehr praktisch sein, birgt jedoch auch Gefahren. Denn man weiß nie, was sich hinter dem Code versteckt. Es könnten zum Beispiel überklebte QR-Codes auf Werbeflächen, nicht wie gedacht zum Produkt führen, sondern auf eine Webseite, welche Schadsoftware enthält.  Zu dieser Thematik hat die Stiftung Warentest einen Beitrag verfasst, in dem aufgelistet wird, worauf man achten kann. Zusätzlich ist es sinnvoll, einen QR-Code-Scanner auf dem Smartphone oder Tablett-PC zu haben, der nicht blind den gescannten Link öffnet sondern die Adresse vorher anzeigt oder gar überprüft.

QR-Code in der Bibliothek

qrcode

Variationen erlaubt. Vor dem Einsatz Testen nicht vergessen!

Gerade in der Bibliothek gibt es viele Möglichkeiten, in denen QR-Codes zum Einsatz kommen können. Neben klassischem Marketing, bei dem Links zur Bibliothekswebseite oder zu Veranstaltungsinformationen übergeben werden, eignen sich die Codes auch um physische und virtuelle Exemplare eines Werkes zu verknüpfen. Oder um virtuelle Bestände in der Bibliothek zu präsentieren. Viola Voß hat 2011 einen Beitrag zum Einsatz von QR-Codes im bibliothekarischen Bereich erstellt. In der Bibliothek Mannheim wurden QR Codes im „Lyrik für alle – Wettbewerb“ genutzt.

Entdeckungsaufgaben

  1. Erstellen Sie einen QR-Code von Ihrem Blog bzw. Ihrer Blogadresse (Eine Liste von Online-Generatoren finden Sie weiter unten).
  2. Entdecken Sie, was sich hinter folgenden QR-Codes versteckt. Nutzen Sie hierfür zuerst das Online-Tool ZXing Decoder Online. Kopieren Sie dazu die Bild-URL: mit der rechten Maustaste auf das Bild klicken, dann „Grafikadresse kopieren“ auswählen. Die kopierte Bild-URL geben Sie im Decoder in das Textfeld hinter „Enter an image URL:“ ein. Anschließend mit „Daten absenden“ bestätigen. Natürlich können Sie die Codes auch gerne mit dem Scanner Ihres Smartphones/Tablet-PCs testen.
  1. Lassen Sie sich von Flickriver „QR-Codes in the wild“ inspirieren, wo man die Codes noch so unterbringen kann.
  2. Bloggen Sie über Ihre Erfahrungen, Ideen zum Thema.

QR-Code-Scanner

  • Norton Snap QR Reader: kostenloser QR-Code-Scanner der Computersicherheitsfirma Symantec. Überprüft nach dem Scan des QR-Codes, ob der Link in der firmeneigenen Schad-Datenbank als gefährlich gelistet ist. Kommt auch mit Geo-Codes, Kalendereinträgen und anderen Formaten zurecht. [Google Playstore, iTunes App-Store]
  • Bei Android-Smartphones häufig vorinstalliert ist Google Goggles. Dieses Werkzeug ist mächtiger als ein einfacher Code-Reader und demonstriert eindrucksvoll, wohin die Reise geht. Mit immer besseren Suchalgorithmen erfassen die Rechner inzwischen viel komplexere Inhalte.
  • Bei iPhone-Geräten gibt es eine Menge von Barcode-Scannern, die auch mit QR-Codes umgehen können. Leistungsfähige Reader sind z.B. der i-nigma Scanner oder der ZBar bar code reader.

QR-Code-Generatoren

  • QR-Code-Generator Generator der Karlsruher Firma SYN Systems GmbH, der 9 verschiedene QR-Code-Formate unterstützt.
  • Custom QR code Generator von Unitag bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten des Codes. Damit kann man unter anderem ein Logo einbinden und die eckigen Pixel abrunden oder anderweitig variieren.
  • QArt Coder – QR-Code mit eingebautem Bild erstellen
  • QR Code® Generator by Delivr, englischer Generator, mit dem ebenfalls eine Reihe an Code-Typen erstellt werden können, kostenlose Registrierung notwendig.

Optionale(!) weiterführende Informationsquellen

Wenn Sie noch ein bisschen Lust haben, in der Welt der QR-Codes zu stöbern, hier noch ein paar weitere Links.

(Dieser Beitrag ist ein Remix aus Lektion 13 des Kurses Netz Erfahren.)

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3 Antworten zu Lektion 13: QR-Codes – Einsatz in Bibliotheken

  1. golomeinzel schreibt:

    Scheinbar sind eine Menge der im Blogroll gelisteten Teilnehmer nicht mehr aktiv mit den „18 Dingen….“ beschäftigt oder haben nichts mit dem Kurz zu tun. Wird die Liste mal überarbeitet, um zu sehen, wer überhaupt noch mit am Ball ist?
    FE

    • buechereizentrale schreibt:

      Hallo,

      nach der ersten großen Anmeldewelle, hat es tatsächlich einen Schwund gegeben. Die Teilnehmerliste hier im Blog wird dennoch so bestehen bleiben. Auch nach längerer Abwesenheit haben einige noch mit Lektionen begonnen bzw. diese nachgeholt. Eine gute Möglichkeit die aktiven Teilnehmer ausfindig zu machen, ist die Auflistung in Netvibes (aus Lektion 4). Ich habe die Ansicht etwas abgeändert. Bisher waren die Blogs dort alphabetisch angeordnet, nun habe ich sie nach Aktivität geordnet: http://www.netvibes.com/bzniedersachsen#aktive_Teilnehmer

  2. Pingback: Werbung mal anders | Monchichi

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