Lektion 10: LibraryThing – Konkurrenz für Bibliothekswesen?


Screenshot Startseite LibraryThing for Libraries

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LibraryThing ist ein von Tim Spalding entwickelter Dienst, der ursprünglich nur für ihn selbst zur Katalogisierung seiner Bücher gedacht war. Dieser webbasierte Dienst (es muss also nichts auf dem eigenen Rechner installiert werden) startete 2005 und entwickelte sich ziemlich schnell zu einem durchschlagenden Erfolg. Nicht nur „normale“ Menschen nutzen LibraryThing, auch einige Bibliotheken organisieren dort ihre Bücher. LibraryThing sieht sich als online Bücherverwaltung und soziales Netzwerk für Buchliebhaber. Wie bei den anderen Diensten, die Sie bisher in diesem Kurs kennengelernt haben, geht es also auch hier ums teilen und vernetzen. Bücher von anderen Nutzern können mit einem Mausklick in die eigene Bibliothek aufgenommen werden, die Inhaltserschließung erfolgt durch Tags (Schlagworte), es entstehen Gruppen von Nutzern mit gemeinsamen Interessen. Selbstverständlich kann man sich per RSS über Neuigkeiten, Benutzer und ähnliches informieren lassen. Als diese Lektion im Kurs Netzerfahren veröffentlich wurde (das war am 15.04.2013) hatten 1,666,202 Mitglieder 81,041,547 Bücher katalogisiert. Heute sind es bereits 1,774,173 Mitglieder und 87,223,983 katalogisierte Bücher. Der Dienst verzeichnet also weiterhin einen regen Zulauf.

LibraryThing for Libraries (LTfL)

LibraryThing hat auch das Interesse einiger Bibliotheken geweckt. Die Stadtbücherei Nordenham stellt zum Beispiel die Neuerwerbungen im Erwachsenenbestand dort ein. Um auf die speziellen Anforderungen für Bibliotheken eingehen zu können, entwickelte Tim Spalding 2007 LibraryThings for Libraries. Die „sozialen Funktionen“ des Systems werden in den Katalogen einiger öffentlicher Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen genutzt. Auf Initiative des Dezernates 48 Öffentliche Bibliotheken bei der Bezirksregierung Düsseldorf haben sich 25 Bibliotheken in NRW zusammengeschlossen, um ihren Nutzern diesen neuen Katalogservice zu bieten. Auch die Büchereizentrale wollte mit den Bibliotheken in Niedersachsen ein LibrayThing Konsortium gründen. Dies kam leider nicht zustande.

Entdeckungsressourcen:

  • Schauen Sie sich die Website LibraryThing an und stöbern sie ein bisschen. Sie können sich den Rundgang ansehen und darüber die unterschiedlichen Funktionen kennenlernen. Die Seite Zeitgeist listet viele Statistiken rund um LibrayThing auf.
  • Lesen Sie den kurzen, aber informativen Artikel von Jakob Voss: LibraryThing – Web 2.0 für Literaturfreunde und Bibliotheken
  • Betrachen Sie den Account der Stadtbücherei Nordenham etwas genauer.
  • Gruppen (Buchclubs etc.) gibt es natürlich auch. Schauen Sie sich z.B. die Gruppe Librarians who LibraryThing an, dort tauschen sich über 9000 BibliothekarInnen bzw. Interessierte aus. 😉
  • Schauen Sie sich z.B. diesen Titel an und achten auf die Tagcloud (Schlagwortwolke). Nun betrachten Sie die Details des Titels, anders als bei Bibliothekskatalogen stehen auf der Hauptseite keine bibliographischen Angaben, vorhanden sind sie aber natürlich.
  • Haben Sie irgendwo RSS-Icons finden können?
  • Wenn Sie Lust haben, können Sie sich auch einmal ansehen, was zu Ihrem Wohnort an „literarischen Ereignissen oder Orten“ verzeichnet ist. Als Beispiel der Link für Lüneburg.
  • Suchen Sie im Katalog der Stadtbibliothek Gütersloh, eine der LTfL Projektbibliotheken aus NRW, ein Buch und schauen Sie, wie die Inhalte (Rezensionen, Tags, Empfehlungen) von LTfL dort angezeigt werden.
  • Schreiben Sie einen Blogbeitrag und teilen Sie uns Ihre Gedanken zu LibraryThing und LibrayThing for Libraries mit.

Freiwillige Aufgaben:

  • Legen Sie sich einen Account bei LibraryThing an.
  • „Katalogisieren“ Sie einige Titel, am besten Belletristik. Fachliteratur ist natürlich auch vorhanden, allerdings sieht man bei Titeln, die viele Nutzer im Bestand haben, die (gemeinsame) inhaltliche Erschließung am besten. Keine Angst, es geht wesentlich schneller als Sie es aus der Berufspraxis gewohnt sind! 😉
  • Je nach Titel wählen Sie zur Fremddatenübernahme die passende Datenbank (z.B. Amazon, den GBV oder auch Library of Congress). Sie können auch Bücherlisten importieren.

(Dieser Beitrag ist ein Remix aus Lektion 07 des Kurses Netz Erfahren.)

Beispiel zum Kommentar von Hannatucher:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

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4 Antworten zu Lektion 10: LibraryThing – Konkurrenz für Bibliothekswesen?

  1. Pingback: Die Gemeinschaft der Bücherwürmer | Monchichi

  2. hannatucher schreibt:

    Hallo, guten Tag Büchereizentrale,
    ganz großen Dank für das Aufzeigen der Wege, wie ich von FerienLeseClub-Mitgliedern gelesene Bücher (als Cover) animiert darstellen kann. Ich werde die genannten Möglichkeiten selbst auch probieren und dann berichten, falls der Kurs dann noch läuft.
    Obwohl ich Mühe habe, bei diesem Kurs mit dem Tempo mitzuhalten, hat er für mich schon sehr viel erbracht. D a n k e und Grüße von Hannatucher.

  3. hannatucher schreibt:

    Hallo, guten Tag Büchereizentrale,
    inzwischen habe ich einen FerienLeseClub-Beitrag in Form einer Diashow entworfen, aber noch nicht in meinem Web-Log boulemood publiziert. Ein Teil der Diashow besteht aus Buchcovern,
    von LibraryThing (und die Quelle dort ist Amazon). Die Cover-Bilddateien sind als urheberrechtlich geschütztes Material gekennzeichnet. Vor Veröffentlichung wollte ich nochmal Ihren Kommentar genau durchlesen, den Sie im Kurs 18 Dinge zum Thema Buchcover in Blogs einbinden gegeben haben. Und das Merkwürdige ist, dass ich diesen Kommentar nirgends finden kann. Irgendwas muss ich übersehen. Können Sie helfen ?
    Schöne Grüße in der Hoffnung, dass Sie dieser Kommentar auch nach Abschluß der 18 Dinge erreicht … von HannaTucher

    • buechereizentrale schreibt:

      Hallo Frau Tucher,

      dazu hatte ich etwas in Ihrem Blogbeitrag zu LibraryThing geschrieben. Da der Beitrag noch nicht freigegeben ist, wird er nicht direkt im Blog angezeigt. Aber Sie müssten ihn im „Dashboard“ unter „Kommentare“ finden können. Für das Einfügen der Bilder scheint das „Blog Widget“ von LTFL gut geeignet zu sein (http://www.librarything.com/more/widgets). Ansonsten könnten Sie noch bei den Verlagsseiten schauen, ob Cover zur Verfügung stehen und genutzt werden dürfen (ggf. Anfragen, ob dies gestattet ist).

      Viele Grüße

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