Herzlichen Glückwunsch – Sie haben es geschafft!


Sie haben es geschafft! 18 Lektionen zu unterschiedlichen Web 2.0 Anwendungen liegen hinter Ihnen. Sie haben Grundlagen und Besonderheiten kennengelernt und sich Gedanken gemacht, wie Sie diese Dienste in Ihrer Bibliothek einsetzen könnten. Nun sind die „18 Dinge“ zwar vorbei, doch da sich das Internet und die darin verfügbaren Angebote kontinuierlich weiterentwickeln gibt es auch zukünftig viel zu entdecken.

Wir möchten an dieser Stelle erneut auf den Plan3t.info hinweisen. Eine gute Möglichkeit sich in Sachen Bibliothekswesen auf dem Laufenden zu halten.

Eine letzte Aufgabe

Bloggen Sie über Ihre Erfahrungen mit den „18 Dingen“. Uns interessiert Ihr Feedback, um zukünftige Projekte in diesen Bereichen besser planen zu können. Natürlich ist ein Feedback auch für diejenigen spannend, die diesen Kurs nachnutzen.

Interessante Fragestellungen könnten sein:

  • Was war Ihre Lieblingslektion? Warum?
  • Hat dieser Kurs Ihre Erwartungen erfüllt oder hat etwas gefehlt?
  • Hat Sie etwas überrascht?
  • Wie schätzen Sie den Zeitaufwand ein? Sollten die Lektionen kürzer oder länger sein? Hätten wir vielleicht weniger oder mehr Pausen machen sollen?
  • Waren Sie mit der inhaltlichen Aufbereitung zufrieden? Wurde alles verständlich erklärt?
  • Hat Ihnen ein Thema gefehlt?
  • Alles andere, was Sie uns noch mitteilen möchten.

Vielen Dank, dass Sie den weiten Weg durch ein gutes Stück “Web 2.0″ mit uns gegangen sind. Wir hoffen, es hat Ihnen Spaß gemacht! Und vielleicht hat ja die Biblioblogosphäre ein paar neue Teilnehmer oder LeserInnen gewonnen.

Und die Teilnahmebescheinigung?

Eine Teilnahmebestätigung erhalten Sie, wenn Sie die Aufgaben aus den Lektionen bearbeitet haben. Sie können die Lektionen noch bis zum 28. April 2014 abschließend bearbeiten. Für eine Teilnahmebestätigung fallen Kosten in Höhe von 30,- € an.

Sofern Sie eine Bestätigung möchten, nutzen Sie bitte folgendes Formular. Alle weiteren Informationen lassen wir Ihnen anschließend zukommen. Teilnehmer, die sich bereits bei Sabrina Juhst wegen einer Bescheinigung gemeldet haben, werden von uns angeschrieben.

(Dieser Beitrag ist ein Remix aus dem Abschlussbeitrag des Kurses Netz Erfahren.)

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Lektion 18: Social Reading


Ein schönes Buch, ein gemütliches Plätzchen und schon lässt es sich wunderbar schmökern. Was ist aber, wenn Sie sich über Ihr Lieblingsbuch mit anderen Menschen austauschen wollen? Klar dafür gibt es Buchclubs, aber auch im Internet kann ein Austausch über die Lektüre stattfinden. Mobile Endgeräte und Social Media bieten zahlreiche Möglichkeiten. Auf geht’s also zur letzten Lektion unseres „18 Dinge“ Kurses. In dieser Woche werden wir uns mit dem Thema „Social Reading“ befassen.

Zur Einstimmung gibt es ein etwas längeres (9:44 Minuten), aber sehenswertes Video über „Social Reading“. Angefertigt wurde es vom Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Von Blogs und Online-Communities

„Social Reading“ kann in unterschiedlichen Formen stattfinden. Es gibt Plattformen, auf denen können Nutzer Bücher, die sie gerade lesen oder schon gelesen haben, sammeln und für andere sichtbar machen. Fast immer können auf diesen Plattformen Rezensionen und Empfehlungen abgegeben werden. Im Netz gibt es viele Blogs, in denen Rezensionen verfasst, Bücher bewertet und empfohlen werden. Es gibt Videos mit mehr oder weniger ausführlichen Buchbesprechungen. E-Book-Reader verfügen teilweise über Anbindungen zu sozialen Netzwerken. Darüber können Textstellen oder Notizen mit Freunden geteilt werden. Reader Apps auf dem Smartphone oder Tablet bieten diese Möglichkeiten ebenso. In vielen Shops und Apps gibt es Bewertungsfunktionen. In den Kommentarfunktionen zu Blogs oder Videos sowie in Sozialen Netzwerken finden allerdings kaum tiefergehende Diskussionen zur Lektüre statt.

Foren und spezielle Online-Portale eigen sich aufgrund ihrer Struktur besser für einen längerfristigen Austausch und umfangreichere Diskussionen. Sie stellen auch die langfristige Auffindbarkeit sicher. Was auf einer Facebook-Seite schnell aus dem Blick gerät, ist in einem Forum auch noch Jahre später zu finden. Während in Online-Communities, wie Goodreads oder LovelyBooks, über alle möglichen Bücher geschrieben werden kann, fokussieren sich Foren meist auf ein Buch oder ein Genre. Als Beispiel sei hier das Forum zur Buchreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ genannt. In dem sich seit 2002 mittlerweile ca. 18 400 Mitglieder zur Buchreihe austauschen. Ihre Gedanken, Ideen und Fragen sind in rund 188 320 Beiträgen niedergeschrieben.

Die bereits im Video erwähnte Online-Community „Goodreads“ startete 2007 als Plattform zur Katalogisierung der eigenen Bücher. Eine dieser Plattformen haben Sie bereits in diesem Kurs kennengelernt, erinnern Sie sich noch welche es war? Goodreads wurde in den folgenden Jahren um zahlreiche Funktionen erweitert. So werden ähnliche Bücher empfohlen, Bewertungen und Rezensionen können hinzugefügt werden. Die Nutzer der Plattform können eigene Online-Buchclubs gründen und sich darin austauschen. Auch Autoren können sich auf dieser Plattform aktiv einbringen und z.B. Neuerscheinungen oder Veranstaltungen bewerben, Bücher verschenken etc.
Im Jahr 2013 wurde Goodreads von Amazon gekauft.

Die Plattform LovelyBooks bildet momentan wohl die Größe deutschsprachige Community in diesem Bereich. Auch hier können die Nutzer die gelesenen Bücher sammeln, bewerten und Rezensionen schreiben. Gewinnspiele und Leserunden mit Autoren sind dort ebenfalls zu finden. Zudem tauschen einige Nutzer auch untereinander Bücher aus. Die Leserunden bilden in dieser Community das stärkste „social Reading Element“. Ein Buch kann gemeinsam gelesen und auf unterschiedlichen Plattformen (Smartphone, E-Book-Reader, Blogs, Autorenseiten etc.) kommentiert und diskutiert werden.
LovelyBooks wird von der aboutbooks GmbH betrieben, diese ist ein Tochterunternehmen der Verlagsgruppe Holtzbrinck.

Entdeckungsressourcen

  • Der Artikel „Social Reading – Lesen im digitalen Zeitalter“ auf der Internetseite der Bundeszentrale für Politische Bildung, greift Inhalte des Videos auf, bietet aber auch noch weiterführende Informationen an.
  • Ein Artikel zum Projekt „Social Reading “Der bleiche König” von David Foster Wallace“ und die dazugehörige Plattform.
  • Im Beitrag des Deutschlandradio Kultur „Die Vermessung des Lesens“ werden unterschiedliche Plattformen, wie LovelyBooks oder Sobooks vorgestellt, aber auch Risiken besprochen. Gibt es den gläsernen Leser und werden Bücher bald maßgeschneidert sein?

Aufgaben

  • Schauen Sie sich Goodreads und/oder LovelyBooks an. Was gefällt Ihnen an den Plattformen, was nicht? Nutzen oder kennen Sie vielleicht schon eine Plattform, Forum oder Blog, um sich über Bücher auszutauschen?
  • Fallen Ihnen Einsatzmöglichkeiten in Ihrer Bibliothek für „Online-Buchclubs“ ein?
  • Falls Sie einen E-Book-Reader besitzen, können Sie ja mal nachsehen, ob es eine Anbindung zu einer Social Media Plattform gibt. Könnten Sie Textstellen teilen und eine Diskussion anregen? Haben Sie das vielleicht schon mal gemacht?
  • Welche Risiken und Vorteile sehen Sie im „Social Reading“?

Wie geht es mit den „18 Dingen“ weiter?

In der nächsten Woche erscheint hier zwar keine neue Lektion, dafür aber ein Text, der Ihnen das weitere Vorgehen bezüglich der Teilnahmebestätigungen beschreiben wird. Sie werden noch einige Wochen Zeit haben die Lektionen abschließend zu bearbeiten. Der genaue Zeitraum wird in diesem Beitrag festgelegt. Zudem möchten wir von Ihnen gern ein Feedback zum Kurs erhalten. Schauen Sie also nächste Woche unbedingt nochmal in diesen Blog!

 

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Lektion 17: Wikis


Was ist ein Wiki?

Ein Wiki ist eine Webseite, die es den Benutzern ermöglicht die Inhalte nicht nur zu lesen, sondern auch direkt zu bearbeiten. Dabei ist es nicht notwendig eine Software zu installieren, die Änderungen können direkt über den Browser und dem im Wiki enthaltenen Editor vorgenommen werden. Meist werden Wikis als Plattformen zur kooperativen Informations- und Wissenssammlung genutzt. Die Inhalte können gemeinsam gesammelt und strukturiert und zudem einer großen Menge an Nutzern zugänglich gemacht werden. Das wohl bekannteste Wiki, ist die frei zugängliche Online-Enzyklopädie Wikipedia. Natürlich gibt es in der Wikipedia einen Beitrag über Wikis. Die Büchereizentrale nutzt für einige Projekte Wikis. Vielleicht haben Sie ja bereits mit dem JULIUS-CLUB-Wiki gearbeitet?

Julius_Wiki

Aber auch im Onleihe Verbund NBib24 wird ein Wiki genutzt, um die wichtigsten Informationen an einem Ort zu sammeln und allen Verbundteilnehmern zugänglich zu machen.

NBib_Wiki

Welche Merkmale zeichnen Wikis aus?

Jede/r kann in einem Wiki schreiben (oft aber erst nach Anmeldung). Aufgrund von Spamproblemen sind viele Wiki-Anbieter inzwischen dazu übergegangen, das Schreiben erst nach einer Anmeldung zu gestatten.

Jedes Wiki verfügt über die Funktion Letzte Änderungen bzw. recent changes. Damit können die vorangegangenen Änderungen einer Wiki-Seite nachverfolgt und oft auch verglichen werden. Durch die automatische Versionierung der geschriebenen Seiten kann jede Fassung wieder hergestellt werden.

Oft enthalten Wikis Tools, die es ermöglichen Veränderungen im Wiki automatisch gemeldet zu bekommen. Das können z.B. RSS-Funktionen oder automatische Benachrichtigung per E-Mail sein.

Wiki-Seiten können aber auch mit anderen Tools angereichert werden. So können zum Beispiel RSS-Feeds on anderen Seiten oder z.B. ein Kalender in das Wiki eingebunden werden.

Benutzer müssen nicht mit HTML vertraut sein, um Inhalte hinzuzufügen oder zu bearbeiten. In den meisten Fällen wird ein einfacher Editor (wie z.B. auch in Ihrem Blog) verwendet. Es gibt auch Wikis, bei denen eine spezielle Syntax (Befehle für Formatierungen) verwendet werden muss. Wie so eine Syntax aussehen kann, können Sie dem Wikipedia-Spickzettel entnehmen.

Entdeckungsressourcen:

  • Ein Video, welches Wikis erklärt.
  • Wikis erstellen: Wikis werden mit ihren Merkmalen und ihrem Aufbau vorgestellt und ihr Einsatz in Bibliotheken diskutiert. Stabenau, Edlef;Plieninger, Jürgen. Berufsverband Information Bibliothek, Kommission für One-Person Librarians
  • Schauen Sie sich das Video-Tutorial zur Wikipedia an. Dort wird erklärt, wie Sie eine Wiki-Seite bearbeiten können.
  • Das LIS-Wiki kennen wir ja schon aus einer der ersten Lektionen. Suchen Sie doch hier nach „Wiki“ oder „Blogs“ und schauen Sie sich an, welche Informationen gesammelt wurden.
  • Ein interessanter Projektbericht zu „Wikipedia im Unterricht“ (PDF-Dokument)
  • ULB ZBMedizin Wissens-Wiki.
  • Personen-Wiki der SLUB Dresden.
  • Das Verbund-Wiki GBV, in dem (nicht nur) Informationen zum Gemeinsamen Bibliotheksverbund zu finden sind, neben Protokollen der Arbeitsgruppen gibt es auch andere hilfreiche Informationen
  • Jokers Bücher-Wiki

Einsatzzwecke

Vor allem in Intranets haben Wikis Vorteile. Oft werden Dokumente (Beschreibungen von Arbeitsgängen, Infozettel etc.) auf Fileservern abgelegt oder umfangreiche Linklisten erstellt. Das führt ziemlich schnell zu einer eher unübersichtlichen Sammlung von Dokumenten und Informationen. Bestimmte Texte sind in Ordnerstrukturen oft nur von denen wiederzufinden, die sie mal angelegt hatten. Die Suche nach Stichworten ist (fast) unmöglich. Der Umstieg auf ein Wiki kann sich hier lohnen. In einem Wiki können z.B.  Arbeitsgänge dokumentiert, neue Arbeitsgänge geplant oder Besprechungen vorbereitet werden. Es können auch Informationen, Recherchetools etc. für den Auskunftsplatz gesammelt werden. Durch die Suchfunktion kann z.B. schnell herausgesucht werden, was zu tun ist, wenn ein Schlüssel für die Schließschränke verloren wurde.

Ängste, Hürden

Fast immer ist beim Einsatz eines Wikis zu beobachten, dass das Prinzip “jede/r kann alles schreiben/ändern/löschen” vielen KollegInnen unheimlich ist. So folgt bald der Ruf nach Rechten, Rollen und Regeln. Nach mehr oder weniger längerer Nutzung wird aber oft klar, dass ein Wiki meist auch ohne Regeln und Rollen funktioniert.

Entdeckungsaufgaben

Wenn Ihnen das jetzt zu viel Theorie war, können Sie auch gleich ausprobieren, was Sie oben gelesen haben. Unter der Adresse http://18dinge.pbworks.com/w/page/76803848/FrontPage  ist ein Wiki für diesen Kurs eingerichtet. Verwendet wird dafür der Anbieter „PBWorks“. Auch hier wäre eine Anmeldung mit E-Mail-Adresse und Passwort notwendig. Wir haben aber „Übungsaccounts“ angelegt, mit denen Sie das Wiki ohne das Erstellen eines eigenen Accounts testen können.

Nutzen Sie also gern eine der folgenden Kennungen:

Nutzername: wikiuser0001, Passwort: badger2lemon
Nutzername: wikiuser0002, Passwort: lion7banana
Nutzername: wikiuser0003, Passwort: turtle1kiwi
Nutzername: wikiuser0004, Passwort: pig7kiwi
Nutzername: wikiuser0005, Passwort: walrus7raisin

Im Moment ist es noch recht leer, aber das zu ändern hat jede/r selbst in der Hand 😉
Auf der Startseite sind einige Bearbeitungsmöglichkeiten beschrieben. Erweitern Sie das Wiki gern um zusätzliche Seiten oder fügen Sie Texte hinzu. In der Tabelle können Sie z.B. gemeinsam ein erstes Feedback zum Kurs abgeben.

Erstellen Sie einen Blogbeitrag über Ihre Entdeckungen. Was fanden Sie interessant? Welche Art von Anwendungen innerhalb der Bibliothek würde zu einem Wiki passen?

(Dieser Beitrag ist ein Remix aus Lektion 11 und 12 des Online-Kurses Bibliothek 2.009)

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kleine Pause II


Wir liegen zwar im Endspurt mit den „18 Dingen“, aber es ist momentan zu beobachten, dass einige Teilnehmer noch nicht bei den aktuellen Lektionen angekommen sind. Das liegt vermutlich am vorgezogenen Frühlingswetter. 😉
Damit der Zeitdruck und die Informationsflut nicht zu groß werden, legen wir in dieser Woche also eine kleine Pause ein.

Verschnaufen Sie, holen Sie Lektionen nach, vertiefen Sie Ihr Wissen zu Themen, die Sie besonders interessieren oder schauen Sie sich die Blogs der anderen Teilnehmer an und hinterlassen Sie dort einen Kommentar. Über die per Netvibes abonnierten RSS-Feeds erhalten Sie einen Überblick der aktiven Teilnehmer: http://www.netvibes.com/bzniedersachsen#aktive_Teilnehmer

Fotografin Sabrina Juhst

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Lektion 16: Informationen mal anders aufbereitet – Infografiken


Der Werkzeugkoffer Internet hat auch zum Thema Informationsaufbereitung einiges zu bieten. Wo die Menge an Informationen rasant steigt, kann die Aufbereitung eine Herausforderung sein. In Zeiten vieler konkurrierender Inhalte und damit einhergehende niedrigere Aufmerksamkeitsspannen verbreitete sich eine Form der Darstellung, die schnell und einfach konsumierbar ist: Infografiken.

Infografik
What makes a good infographic? by Daniel Zeeni
CC: by-nd 2.0

Weg von schlichten Tabellen und Tortendiagram mit langen Erklärungstexten, geht es hin zu bunten Bildern mit knackigen Aussagen und witzigen Visualisierungen. Der Sachverhalt soll damit auf einem Blick erfasst und im Gedächtnis verankert werden.

Das gab’s zwar schon früher, wie Dörte Böhner in ihren Blogposts „Erstaunliche Infografiken aus „alter“ Zeit„, II, III mit schönen Beispielen zeigt, heute funktioniert es aber doch etwas einfacher. Wo man früher vielleicht einen Designer brauchte, teure Tools und viel Zeit kann man heutzutage in ein „paar Klicks“ eine solche Grafik zusammenstellen. Dank Diensten wie easel.ly, infogr.am oder Piktochart.

Maria-Christina Nimmerfroh vom #PB21-Blog stellt im etwa 19-minütigen Video Screencast Infografik die Arbeit mit Piktochart vor (veröffentlicht unter CC: by 3.0). In den zugehörigen Blogbeiträgen „Infografiken selbst machen und machen lassen – Teil 1“ und „Infografiken selbst machen und machen lassen – Teil 2“ werden auch die beiden anderen Online-Werkzeuge kurz vorgestellt.

Wie kommt das jetzt mit Bibliotheken in einen Zusammenhang? Ein paar Duzend Beispiele wurden in dieser Pinterest-Sammlung zusammengestellt. In den meisten Fällen dienen die Visualisierungen eher Marketing-Zwecken – von Fun-Facts, Ergebnissen von Umfragen, bis zur Auflistung von Gründen, weswegen Bibliotheken unterstützt werden sollten. Selbstverständlich können Sie auch zur unterhaltsamen Wissensvermittlung verwendet werden. Und, der Weg von der Infografik zum Poster – sollte mal eine Poster Session anstehen – ist doch auch nicht so weit ;).

Informationen so aufbereiten, dass sie sich eher im Gedächtnis verankern, das gilt natürlich nicht nur für die statische Informationsaufbereitung. Der zweite Teil dieser Lektion ist besonders für jene interessant, die häufiger Vorträge halten müssen. In Lektion 14 haben wir Ihnen Slideshare vorgestellt, jetzt geht es um ein Werkzeug mit dem Sie beeindruckende Präsentationen erstellen können.

Dynamisch Präsentieren mit Prezi

Prezi zeichnet sich dadurch aus, dass es dort keine einzeln aneinandergereihten Folien mehr gibt. Am einfachsten, Sie sehen es sich selbst an. Dafür eignet sich z.B. Melanie Schwarzers Prezi „Wie funktioniert Prezi?„. Einfach mit Hilfe der Pfeiltasten am unteren Rand der Prezi durch die Folien navigieren. Oder Sie nutzen die Autoplay-Funktion. Sie befindet sich rechts unterhalb der „Folie“ neben dem Vollbild-Icon.

Eine kurze Anleitung des Herstellers:

Da die Prezis im Netz liegen, kann von überall darauf zugegriffen werden. Aber keine Angst, die eigene Präsentation kann für eine Offline-Verwendung gespeichert werden. Die portable, d.h. ohne Installation laufende, Präsentation gibt’s für Windows und Mac. Da es sich um eine Flash-Applikation handelt, sind sie eher nicht für ein iPad geeignet.

In der Editor-Ansicht der Präsentation, kann unter Share eine PDF-Version der Prezi heruntergeladen werden.

18Dinge_Prezi

Der Dienst kann, wie bei allen heute hier erwähnten Werkzeugen, nur nach Registrierung verwendet werden. Neben dem kostenlosen Account, bei dem Prezis nur öffentlich gespeichert werden können, gibt es noch Enjoy und Pro Lizenzen. Für Bildungseinrichtungen, Studenten und Lehrer gibt es weitere kostenfreie oder vergünstige Angebote. Mit diesen können die Präsentationen dann auch privat gespeichert werden.

Ebenfalls nützlich ist die Möglichkeit, anderen Menschen, die irgendwo auf der Welt sitzen, die Prezi vorzuführen. Mit dem Link, welcher durch „Present remotely“ erzeugt wird, können Vortragender und Zuschauer die Präsentation simultan verfolgen. Dem Votrag können so bis zu 30 Personen folgen.

Entdeckungsaufgaben

1. Stöbern Sie ein wenig in den bei Bibliothekarisch mit Infografik getaggten Artikeln und schauen Sie, wofür Infografiken so verwendet werden.
2. Fallen Ihnen Einsatzmöglichkeiten für dieses Werkzeug ein? Sehen Sie Probleme bei dieser Art der Informationsaufbereitung?

3. Auch bei Prezi spielt das Teilen von Inhalten eine große Rolle. Suchen Sie nach Prezis zu bibliothekarischen Themen und sehen Sie sich an, worüber Ihre Kollegen so berichten und wie Sie das Werkzeug nutzen.

4. (Optional) Wenn Sie Zeit und Lust haben: Probieren Sie es selbst aus. Erstellen Sie einen Prezi-Account und experimentieren Sie.

Noch mehr zum Thema? (optional)

Sollten Sie jetzt noch ein bisschen Lust & Zeit haben, mehr zum Thema Infografiken oder Prezi zu lesen/lernen, hier noch ein paar weiterführende Quellen:

• BasicThinking „Wie macht man eigentlich diese schnieken Infografiken? So!
• Inspiration für Infografiken? z.B. auf Pinterest oder bei Flickr
• Zeit Online: „Futter für das Augentier
Ausführliche Beschreibung zu Prezi & Einsatzmöglichkeiten PB21
Und wenn Information Overflow, dann doch wenigstens schön – oder etwa nicht ;).

(Dieser Beitrag ist ein Remix aus Lektion 16 des Kurses Netz Erfahren.)

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Lektion 15: Bewegte Bilder für(s) Bibliothekswesen


Während der letzten Lektionen haben wir öfter Videos genutzt, um Ihnen einen Dienst und dessen Funktionsweisen vorzustellen. Das ist meist einfacher und anschaulicher, als einen langen Text zu verfassen. Heute werden wird uns genauer mit diesen Plattformen und bewegten Bildern im Internet beschäftigen.

In den letzten Jahren ist die Anzahl an Video-Plattformen regelrecht explodiert. Die meisten dieser Angebote ermöglichen es den Benutzern, Videos hochzuladen und im Web miteinander zu teilen.

Lektion_15_VideoportaleMehr Statistiken finden Sie bei Statista

Als Einstimmung ein Video auf YouTube: Der mittelalterliche Auskunftsplatz, inkl. eines ganz neuen Mediums 😉 : http://www.youtube.com/watch?v=brAlzKHYFnA

Unter den gesamten Web 2.0-Anbietern auf diesem Gebiet ist YouTube (2006 von Google gekauft) nach wie vor der Spitzenreiter mit mehr als einer Milliarde Video-Aufrufen  pro Tag und dem Upload von um die 100 Stunden Videomaterial pro Minute (!). Diese Menge und die um die Videos herum entstehenden Communities, aber auch die einfache Art und Weise die Videos in z.B. eigene Blogbeiträge einzubetten haben zu diesem Erfolg sicherlich beigetragen. Neben den Video-Plattformen, auf denen Nutzer eigene Inhalte hochladen können, gibt es aber auch Mediatheken diverser Fernsehsender. Zum Beispiel die Mediathek des ZDF oder von Arte. Dort können jederezeit verpasste Ausstrahlungen oder spezielle Sendungen bzw. Serien geschaut werden.

Auf YouTube werden Sie Videos zu nahezu allen Themen finden, von Fernseh-Werbefilmen der 70er Jahre und Musikvideos aus den 60ern bis zu Kuriositäten von Selbstdarstellern. Mitschnitte von Vorlesungen. Unzählige Anleitungen werden ebenfalls hochgeladen. Das reicht von Excel-Tutorials, über Make-Up-Tipps, Anleitungen zum Stricken bis hin zum Heimwerken.

Auch Bibliotheken und BibliothekarInnen sind hier aktiv, erreicht man doch mit YouTube eine wesentlich größere Öffentlichkeit, als wenn man die Filme nur auf die Bibliothekswebsite stellen würde.

Videos, die Ideen von Memes aufgreifen, können genutzt werden um ein vielleicht etwas angestaubtes Bild von Bibliotheken zurechtzurücken. Memes sind im Internet gehypte und immer wieder zitierte und nachgeahmte Ideen, die sich quasi wie Viren verbreiten. Daher stammt auch der Begriff des viralen Videos. Ein Beispiel hierfür ist z.B. der im letzten Jahr populäre Harlem Shake, im Jahr davor war es übrigens der Gangnam Style.

Es gibt z.B. auch für die Onleihe einen Werbefilm. Aber auch der DVB erstellt Videos, um das Image der Bibliotheken zu verbessern. Wie Sie an den Kommentaren zu dem Video sehen, wurde dieser in der Bibliothekswelt kontrovers diskutiert.

Entdeckungsressourcen:

Da es wahrscheinlich nichts gibt, wozu es kein Video gibt, beschränken wir uns hier mal auf den bibliothekarischen Bereich.

  • Die Stadtbibliothek Greven hat einen eigenen YouTube-Channel und stellt dort auch Videos ein, die im Rahmen des Projektes „Kannst du was? – Dann erklär’s!“ entstanden sind ein. Nutzer erklären, warum Biene Maja keine Biene ist oder wie man einem Hund die Zähne putzt. Die Videos aus dieser Reihe werden übrigens auch im Katalog aufgenommen.

Lektion 15_OPAC_Greven

  • Falls Sie sich noch näher über das Phänomen Memes informieren möchten, empfehlen wir den Beitrag des ZDF „Meme machen Politik“.

Entdeckungsaufgaben:

1. Recherchieren Sie selbst ein wenig in YouTube oder der Alternative Vimeo und schauen Sie sich an, was die Seiten anzubieten haben.
2. Finden Sie ein Video, welches Sie gerne in Ihrem Blog vorstellen möchten. Erstellen Sie einen Blogbeitrag über Ihre Erfahrungen.
3. Was hat Ihnen an dieser Seite gefallen bzw. missfallen und warum haben Sie gerade dieses Video ausgewählt?
4. Können Sie sich vorstellen in der bibliothekarischen Auskunft Ihre Nutzer auch auf Videos hinzuweisen? Oder diese, wie die Stadtbibliothek Greven, in den OPAC einzubinden?
5. Inspiriert Sie das Gesehene zu neuen Marketingideen für Ihre Institution?

Das Kontroverse

Es müssen natürlich auch bei Videos auf die Urheberrechte geachtet werden. Da nicht immer der Urheber die Videos auf Video-Plattformen online stellt, kann das einbinden von Videos problematisch sein.  Aktuell wird darüber gestritten, in welcher Form es erlaubt ist, Inhalte einzubetten. Zum Thema ein Beitrag auf Netzpolitik.org, oder soll es lieber ein Video sein, in dem die Problematik erklärt wird. Und wie immer, wenn es um dieses Thema geht, der Hinweis auf das Portal iRights.info.

Und weil es gerade so aktuell ist: Micro-Videos

Smartphones verbreiten sich, die Menschen wollen über ihre Netzwerke „mal eben schnell“ etwas mitteilen. Nicht nur Texte (Twitter, Facebook Statusnachrichten) oder Bilder (Facebook, Flickr), sondern eben auch bewegte Bilder. Aktuell verzeichnen die Plattformen Vine (2012 von Twitter gekauft) und Instagram (2012 von Facebook gekauft) großen Zuwachs und rege Aktivität der Nutzer. Mit Vine erstellte Videos können maximal 6 Sekunden lang  sein. Bei Instagram dürfen die Videos 3 bis 15 Sekunden lang sein.

  • In diesem Blogbeitrag gibt es 15 Ideen zum bibliothekarischen Einsatz von Vine.
  • Die Teenominierungen haben wir weiter oben ja bereits angesprochen. Der Beitrag der Büchereizentrale wurde als Vine erstellt.
  • Wie kreativ und witzig Kurzvideos mit Vine sein können zeigt Zach King.

(Dieser Beitrag ist ein Remix aus Lektion 15 des Kurses Netz Erfahren.)

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Lektion 14: Präsentationen präsentieren mit Slideshare


Seit einigen Jahren ist Slideshare ein wichtiges Werkzeug zum Bereitstellen aber auch zum Finden interessanter Präsentationen. Ursprünglich war der Dienst dafür gedacht, Unternehmen eine Möglichkeit zu schaffen geschäftliche „PowerPoints“ zu veröffentlichen. Das Besondere war damals die Möglichkeit, die Präsentation auch verkleinert in Webseiten einzubinden.

Der Dienst wurde kontinuierlich erweitert und in den letzten Jahren auch durch „social“ Funktionen ergänzt. Die „Folien“ können kommentiert, bewertet, als Favoriten markiert und heruntergeladen werden, sofern der jeweilige Ersteller die Funktionalitäten freigegeben hat. Es ist möglich, wie bei vielen anderen Diensten die wir kennengelernt haben, alles oder auch einzelne Präsentationen auf „privat“ setzen. Allerdings ist hierfür inzwischen bei Slideshare ein PRO-Account notwendig. Im Basic-Tarif sind alle hochgeladenen Präsentationen für die Öffentlichkeit sichtbar.

Inzwischen können auch verschiedene Formate hochgeladen werden. Neben PowerPoint auch Keynote (ein Präsentationsprogramm für das Apple Betriebssystem OS X), PDFs und OpenOffice-Dateien und auch Videos. Für Fortgeschrittene besteht auch die Möglichkeit, die eigenen Präsentationen nachträglich zu vertonen.

Selbst wenn man keine Vorträge hält bzw. Präsentationen erstellt, ist Slideshare ein extrem nützliches berufliches Werkzeug:

  • Die Suchfunktion kann auch ohne Anmeldung genutzt werden.
  • Sofern Sie anderen Nutzern auf Slideshare folgen, erhalten Sie eine Nachricht, wenn diese eine Präsentation hochladen oder interessant finden.
  • Viele Referenten laden ihre Folien schon vor dem eigentlichen Vortrag auf Slideshare hoch, anstatt sie nach dem Vortrag auf einem Server als PDF zur Verfügung zu stellen.
  • Diverse Folien sind nachnutzbar, achten Sie dabei auf entsprechende Lizenzen und Downloadmöglichkeiten.
  • Wahrscheinlich überflüssig zu erwähnen, aber selbstverständlich können per RSS Neuigkeiten bestimmter Kollegen/Freunde auch in seinem RSS-Reader erhalten werden…

Aufgaben:

  • Suchen Sie auf Slideshare nach beruflich relevanten Themen und teilen Sie uns mit, welche Sie gefunden haben. Sie könnten z.B. nach „Bibliothekartag“ suchen.
  • Kleiner Tipp: Manchmal ist es hilfreich den Vollbildmodus zu nutzen, z.B. wenn die Schrift auf den Folien zu klein ist. Klicken Sie dazu in der rechten unteren Ecke der Präsentation auf die 4 Pfeile (view Fullsreen).
  • Binden Sie mindestens eine Präsentation in Ihr Weblog ein. Klicken Sie dazu im Präsentationsfenster auf „Share“. Sie erhalten als erstes die Möglichkeit die Präsentation über diverse soziale Netzwerke zu teilen. Klicken Sie auf „Einbetten“, um den Code für Ihren Blog zu erhalten. Nutzer von WordPress.com Weblogs (wie wir es alle sind), können den speziellen „Shortcode für WordPress.com-Blogs“ nutzen. Kopieren Sie den Code (rechtklick mit der Maus und Kopieren auswählen). Anschließend können Sie ihn in den Editor Ihres Blogs einfügen.

(Dieser Beitrag ist ein Remix aus Lektion 14 des Kurses Netz Erfahren.)

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